Skip to main content

Köln | Ariana sagt Ade: Wenn Musikstars eine Bühnenpause einlegen

Jordan Strauss/Invision via AP/dpa | Ariana Grande will sich nach ihrem letzten Konzert in London zurückziehen. (Archivbild)

Musik

Köln (dpa) - Ariana Grande hat sich am Dienstagabend von ihren Fans verabschiedet: Die US-Musikerin («thank u, next») legt nach ihrem Auftritt in London eine Bühnenpause ein und zieht sich aus der Öffentlichkeit zurück. Damit ist sie nicht allein. Warum treffen Musikstars diese Entscheidung?

Ariana Grande (33)

Der Weltstar ist es nach eigenen Angaben leid, ständig beurteilt und kritisiert zu werden. Darum will sie sich auf unbestimmte Zeit ins Private zurückziehen. Aktuell kommentieren besonders viele Menschen in den sozialen Netzwerken Grandes sehr dünnen Körper - ohne zu wissen, was dahintersteckt. Den Plan, sich zurückzuziehen, habe sie «still und vor langer Zeit» geschmiedet. Auch ihre Teilnahme an der Neuinszenierung des Musicals «Sunday in the Park with George» im Londoner Barbican sagte sie ab.

Justin Bieber (32)

Der kanadische Superstar, der schon als Teenager zum Weltstar wurde, sagte 2022 seine Welttournee ab, zog sich weitgehend aus der Öffentlichkeit zurück und erklärte auf dem Track «Therapy Session» seines 2025er Albums «Swag»: «Ich habe viel gekämpft mit mir als Mensch, wie alle, aber das halt öffentlich. Die Leute haben immer gefragt, wie es mir geht und das hat mir echt zugesetzt.» Reguläre Konzerte gibt Bieber seitdem nicht, trat aber beim Coachella-Festival oder dem WM-Finale auf.

Céline Dion (58)

Die kanadische Sängerin zog sich 2022 zurück. Grund waren gesundheitliche Probleme. Dion machte öffentlich, gegen das Stiff-Person-Syndrom, eine neurologische Erkrankung, anzukämpfen. Aber sie hat sich berappelt: Ab dem 12. September wird Dion zehn Konzerte in Paris geben und war bereits 2024 bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele am Eiffelturm zu sehen und hören.

Lena Meyer-Landrut (35)

Die ESC-Gewinnerin («Satellite») ist seit über zwei Jahren für ihre Fans verschollen: kein Auftritt, keine Beiträge in sozialen Medien. Einen Grund für den Rückzug vom Ruhm nannte ihre langjährige Managerin im vergangenen Sommer auf dpa-Anfrage nicht. Doch 2024 sagte Meyer-Landrut mehrere Konzerte kurzfristig ab und cancelte alle weiteren Shows. Sie sei «zum dritten Mal in den letzten Wochen mit heftigen Schmerzkrämpfen in der Notaufnahme gelandet». Sie müsse deshalb «die Reißleine ziehen» und eine «kurze Pause» für ihre Gesundheit einlegen.

Max Giesinger (37)

Zehn Jahre nach seinem größten Hit «80 Millionen» möchte der Sänger eine Bühnenpause einlegen. «Ich habe einfach mal das Bedürfnis, ein Jahr was anderes zu machen: rumzureisen, wieder mehr Zeit für die Familie zu haben, Hobbys nachzugehen, einfach aus dieser Blase herauszukommen und dann voller Energie wieder einzusteigen», sagte Giesinger im vergangenen Jahr der dpa. Am 23. September steht sein vorerst letztes Konzert auf dem Tourplan.

Felix Jaehn (32)

Bei dem DJ aus Mecklenburg-Vorpommern, der seit seinem Hit «Cheerleader» 2014 fast ununterbrochen um die Welt reist, ging zwischenzeitlich die Gesundheit vor: 2024 gab es für ihn ein Jahr lang keine Auftritte, keine Interviews und kaum Social-Media-Posts. «Ich war einfach nicht mehr in der Lage und mir ging es richtig schlecht. Ich musste weg und mir Hilfe holen», sagte er 2025 dpa. Er wolle nach wie vor seinen Terminkalender luftig gestalten. «Es geht darum, den richtigen Umgang und die richtige Balance zu finden, so dass ich nicht noch mal psychisch so doll abrutsche.»

© dpa-infocom, dpa:260902-930-620318/1

Tom Weller/dpa | Justin Bieber bei einem seiner seltenen Auftritte beim Finale der Fußball-WM bei New York. (Archivbild)

Thomas Samson/AFP/dpa | Bald wieder auf der Bühne: Céline Dion. (Archivbild)

Henning Kaiser/dpa | Lena Meyer-Landrut ist seit über zwei Jahren nur noch Privatperson. (Archivbild)

Marcus Brandt/dpa | Max Giesinger will sich nach seiner Tour auf Hobbys und Familie konzentrieren. (Archivbild)

Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/ZB | DJ Felix Jaehn hat sich Zeit für seine mentale Gesundheit genommen. (Archivbild)