WM-Zeit: NGG pocht auf faire Arbeitsbedingungen für über 4900 Gastrobeschäftigte in Lippe
Zur Fußball-WM fordert die Gastro-Gewerkschaft NGG faire Arbeitsbedingungen, darunter gute Dienstpläne und mehr Personal. Der Gewerkschaft geht es um fairen Arbeitszeiten und adäquater Bezahlung während der stressigen WM-Zeit.
Faire Arbeitszeiten in der Gastronomie
Die NGG fordert, dass die rund 4.930 Gastro-Beschäftigten im Kreis Lippe nicht die Leidtragenden der Fußball-WM werden. Dienstpläne müssen fair sein, indem sie Rücksicht auf persönliche Bedürfnisse wie Familie und Pflege von Angehörigen nehmen.
Mehr Personal zu Spitzenzeiten
Zur Hochphase der WM-Spiele sind zusätzliche Arbeitskräfte notwendig, sagt die NGG. Überstunden dürfen nicht zur Norm werden. Jede zusätzliche Stunde muss korrekt entlohnt werden, da die Arbeitszeiten während der WM für die Beschäftigten keineswegs Freizeit darstellen. Bei Missachtung dieser Anforderungen wird die Gewerkschaft keine Kompromisse eingehen.
6 Prozent mehr Lohn
Ein zentrales Anliegen der NGG ist eine Gehaltserhöhung von 6 Prozent. Diese Forderung ist eine direkte Reaktion auf die Steuersenkung für Gastronomen von 19 auf 7 Prozent. Bisher haben weder Kunden noch Mitarbeiter diese Erleichterung zu spüren bekommen. Eine Lohnerhöhung könnte Vollzeitkräften in der Gastronomie wie Köchen und Kellnern monatlich 164 Euro mehr einbringen.
Anstehende Tarifverhandlungen
In der Woche nach dem Beginn der WM steht die NGG in Tarifverhandlungen mit dem DEHOGA. Die Gewerkschaft hofft, dass die Arbeitgeberseite genauso auf Fair Play setzt und einen sinnvollen Kompromiss anstrebt.
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