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Mann gequält? Ganze Familie aus Lügde angeklagt

Der Vorwürfe wecken Erinnerungen an das Horrorhaus von Höxter-Bosseborn. Die Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen fünf Familienmitglieder erhoben, weil sie in Lügde einen Mann gequält und erniedrigt haben sollen. 

Das Opfer ist mittlerweile verstorben, sagte Staatsanwalt Alexander Görlitz im Radio Lippe-Gespräch.

Erniedrigungen und Gewalt

Laut Anklage wohnte der Mann bei der Familie. Mutter und Tochter sollen ihn unter anderem hungern oder von einem Hund beißen lassen haben. Außerdem geht es um Erniedrigungen wie das Ablecken des Fußbodens oder das Essen von Tierfutter, aber auch um körperliche Gewalt gegen das Opfer. 

Todesursache nicht mehr zu klären

Laut Staatsanwaltschaft starb der Mann im vergangenen September. Da es zuvor keinen Verdacht auf eine unnatürliche Todesursache gab, wurde der Leichnam eingeäschert. Ein möglicher Zusammenhang zwischen den vorgeworfenen Quälereien und dem Tod des Mannes wird sich also nicht mehr klären lassen. 

Die Angeklagten müssen sich wegen schwerer Körperverletzung verantworten.

Polizeibericht Lippe