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Detmold: Landgericht muss Drogen-Fall neu verhandeln

Update 19.03.: Das Landgericht Detmold hat den Angeklagten im neuen Prozess zu fünf Jahren und neun Monaten Haft verurteilt. Das teilte uns ein Justizsprecher mit. Demnach ordnete das Gericht auch die Unterbringung des Angeklagten in einer Entziehungsanstalt an.

Ursprungsmeldung:

Das Landgericht Detmold muss erneut über den Fall eines mutmaßlichen Drogendealers entscheiden. Es hatte den 48-Jährigen im vergangenen Sommer zu sechs Jahren Haft verurteilt und ihn außerdem in eine Entziehungsanstalt eingewiesen. Das Urteil hielt aber einer Überprüfung durch den Bundesgerichtshof nicht stand.

Aus Sicht der Karlsruher Richter hatte das Landgericht Detmold dem Mann einen Drogendeal zu viel zugeschrieben. Für den BGH handelte es sich bei dieser Tat nur um einen Umtausch von offenbar mangelhafter Ware. Diese Drogen weiterzuverkaufen, könne man nicht als erneute Tat werten, so die Begründung. 

Auch die angeordnete Unterbringung des Angeklagten in einer Entziehungsklinik fiel bei der Überprüfung des BGH durch. Somit muss das Landgericht den Fall nun erneut verhandeln.

NRW und die Welt

Transparenzhinweis: Im ursprünglichen Artikel wurde nachträglich ein Fehler bei der Höhe der Strafe korrigiert.