Detmold: Kusselberg-Schule wegen Eichenprozessionsspinner im Distanzunterricht
Update 12:30 Uhr: die Kusselbergschule bleibt auch Montag (22.06.2026) geschlossen (bis auf Notbetreuung). Am Montag will eine Fachfirma die Raupen entfernen.
Der Eichenprozessionsspinner breitet sich jetzt auch in Detmold aus. Die erste Reaktion der Stadt: Die Kusselberg-Schule wechselt für heute (19.06.) in den Distanzunterricht.
Die Raupen des Eichenprozessionsspinners haben Nesselhaare, und die können für den Menschen gefährlich werden. Die Symptome bei Kontakt reichen von Juckreiz und Ausschlägen über Atemnot bis hin zu seltenen, aber schweren allergischen Schocks.
Betroffen sind derzeit die Außenbereiche dreier Detmolder Schulen. An der Heinrich-Drake-Realschule und der Grundschule Diestelbruch sind Teile des Geländes abgesperrt worden. An der Kusselberg-Schule sind gleich mehrere Bäume befallen, weshalb es dort heute nur eine Notbetreuung gibt. Bei den anderen beiden Schulen läuft der normale Unterricht.
Hintergrundinformationen zum Eichenprozessionsspinner
Das Insekt: Der Eichenprozessionsspinner ist ein an sich unauffälliger Nachtfalter, dessen Raupen im Frühjahr und Sommer (insbesondere von Mai bis Juli) zur Gefahr für Mensch und Tier werden. Sie leben bevorzugt an Eichen und bewegen sich dort in langen Kolonnen – wie bei einer Prozession.
Gefahr durch Brennhaare
Warum sind die Raupen gefährlich? Das Problem sind die feinen Brennhaare der Raupen ab dem dritten Entwicklungsstadium. Diese enthalten das Nesselgift Thaumetopoein.
Langfristige Risiken durch Brennhaare
Die Gefahr: Die Haare brechen leicht ab, werden vom Wind über weite Strecken getragen und reichern sich über Jahre im Boden und in verlassenen Gespinstnestern an.
Symptome bei Kontakt mit den Raupen
- Hautkontakt: Es drohen stark juckende Ausschläge (Raupendermatitis), Quaddeln und Rötungen.
- Atemwege: Werden die Haare eingeatmet, kann es zu Atembeschwerden, Husten oder Asthmaanfällen kommen.
- Augen: Häufig treten schmerzhafte Augenreizungen oder Bindehautentzündungen auf.
Stadt ergreift Maßnahmen und bittet um Mithilfe
Die Stadt bittet Bürgerinnen und Bürger, die einen Befall im öffentlichen Raum (z. B. an Straßenbäumen oder in Parks) sehen, sich umgehend beim Stadtkontakt unter der Telefonnummer 05231 / 977-100 oder über die Meldoo-App zu melden.
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