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Detmold: Assistenzarzt geht nach Tod einer 12-Jährigen in Berufung

Der tragische Tod eines 12-jährigen Mädchens vor sieben Jahren im Detmolder Krankenhaus beschäftigt erneut die Justiz. Der wegen fahrlässiger Tötung verurteilte damals zuständige Assistenzarzt ist gegen die Entscheidung in Berufung gegangen. Ab dem 10. November muss das Landgericht Detmold den Fall noch einmal verhandeln.

Urteil der ersten Instanz

In erster Instanz hatte das Amtsgericht den Mediziner zu zweieinhalb Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. Die Strafrichterin sah es als erwiesen an, dass er den Zustand des Mädchens falsch eingeschätzt und es falsch behandelt hatte. Die 12-Jährige war abends mit einem schweren Magen-Darm-Infekt per Rettungswagen eingeliefert worden. Laut dem ersten Urteil ordnete der Mediziner eine ungeeignete Infusion an und veranlasste auch nicht die nötige Überwachung der Infusionstherapie. Am nächsten Morgen war das Kind nicht mehr ansprechbar und starb wenig später auf der Intensivstation.

Neuer Prozess mit Zeugen und Sachverständigen

Für den neuen Prozess sind nach Angaben des Landgerichts 13 Zeuginnen und Zeugen sowie zwei Sachverständige geladen.

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