Lissabon/Sevilla | Regenpause bringt Portugal und Spanien leichte Entspannung
Unwetter in Südeuropa
Lissabon/Sevilla (dpa) - In Portugal und Spanien hat sich die Lage nach einer Serie ungewöhnlich häufiger Unwetter leicht entspannt. «Atempause vom Regen», titelte die Regionalzeitung «Diario de Sevilla». Doch obwohl es am Sonntag überwiegend trocken bleiben sollte und sich die Sonne zeigte, standen in beiden Urlaubsländern nach dem Durchzug des Sturmtiefs «Marta» am Samstag weiter ganze Landstriche unter Wasser.
Weil übervolle Stauseen kontrolliert Wasser ablassen mussten, führten viele Flüsse weiter Hochwasser, Tausende Evakuierte waren in Notunterkünften untergebracht und das Risiko von Erdrutschen blieb hoch, wie die staatlichen TV-Sender beider Länder, RTVE und RTP berichteten. Und ab Sonntagabend sagten die Wetterdienste beider Länder neue Niederschläge vorher, jedoch voraussichtlich weniger heftig als an den Tagen zuvor.
«Marta» war bereits das siebte Sturmtief seit Jahresbeginn und hatte Starkregen, Orkanböen und hohe Wellen an den Küsten Portugals und Andalusien im Süden Spaniens ausgelöst. Am Mittwoch und Donnerstag war die Region von dem Sturm «Leonardo» heimgesucht worden. In Spanien kam dabei eine Frau in einem Fluss in der Region Málaga ums Leben. In Portugal gab es seit vergangener Woche insgesamt 13 Tote durch eine ganze Reihe von Stürmen und Hunderte Verletzte bei Aufräumarbeiten.
In Portugal und Spanien wurde das Militär zur Unterstützung der zivilen Katastrophenschutzkräfte hinzugezogen. Insgesamt wurden die Schäden an der Infrastruktur und der Landwirtschaft in beiden Ländern zusammen auf mehr als sieben Milliarden Euro geschätzt. Etwas Gutes hat der viele Regen jedoch auch. Im kommenden Sommer dürfte es trotz großer Hitze und Trockenheit wegen der vollen Stauseen nicht zu dem sonst üblichen Wassermangel kommen.
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Gogo Lobato/EUROPA PRESS/dpa | Die vielen Stürme in Portugal und in Spanien vor allem im Süden richteten große Schäden an.
Ana Brigida/AP/dpa | Zehntausende Helfer sind in Portugal und Spanien seit Wochen im Einsatz gegen die Folgen einer ganzen Serie schwerer Winterstürme.
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